Mittwoch, 28. November 2012

Die Akzeptanz der glücklichen Mutter



Frauen / Mütter sind gespalten in zwei Lager.

Die einen leben ein Leben, in dem die Kinder die Hauptrolle spielen. Berufstätige Mütter werden von dieser Gruppe gern als Rabenmütter betrachtet. "Ich bin ganz für mein Kind da" habe ich schon das ein oder andere Mal von einer Mutter gehört. Soll sie! Ich möchte niemandem das Glück mit den Kleinen verwehren! So lange eine jede Mutter glücklich ist mit ihrem Leben, soll sie es so gestalten wie sie es mag.

Was mich aber stört ist, dass gegenseitige Zerfleischen der beiden Müttergruppen.... einig sind sie sich nur, wenn sie gemeinsam gegen Frauen gehen können die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben.

Gestern abend in der Sitzung des Kindergartens wurde ich von einer Mutter gefragt ob ich eigentlich Langeweile hätte, weil ich mich überall so einbringe.

Ich habe aber in den letzten Monaten festgestellt, dass ganz viele sich aus Kindergarten und Schule raushalten wollen und nur mitnehmen... Fest, Basare und andere Veranstaltungen nehmen sie gern mit, aber einmal eine "Schicht" in der Cafeteria übernehmen geht gar nicht. Warum?

Also packe ich mit an und habe leider häufig nichts von den Veranstaltungen. Hinter meinem Rücken bin ich dann aber die, die sich immer in den Vordergrund drängen muss... ich habe ein breites Kreuz und kann damit umgehen.

Während ich den Text noch einmal durchlese kommt mir der Gedanke, die Mütter, die die "anderen" nieder machen weil sie arbeiten / zuhause bleiben sind die evtl eifersüchtig auf die anderen?

Dieses Mutterthema beschäfftigt mich schon eine ganze Weile... als der Große noch klein war, fühlte ich mich immer angegriffen, wenn eine "Nurmutti" sich über die arbeitenden Mütter ausgelassen hat... "die armen kleinen haben ja keine Bindung an die Eltern!".



Über dieses Thema könnte ich tagelang schreiben. Mein Wunsch wäre es, wenn wir irgendwann dahin kommen, dass alle akezptieren

"nur ein glückliche Mama ist eine gute Mama"




Kommentare:

  1. Hihi, ich habe gestern auch wieder voll Taschen in den Hort geschleppt für die Weihnachtsfeier.
    Ich sehe das inzwischen locker, mir macht's meist Spaß, die Kinder freuen sich - es sind rein freiwillige Leistungen, die einfach meinem Wesen entsprechen - ich bin halt der "Kümmertyp". Und wer keine Lust darauf hat - auch OK.
    Und die Mütter-Diskussion dreht sich ja gerade, momentan muss man sich ja eher verteidigen, wenn man länger zu Hause bleiben will...
    Jedenfalls finde ich es super gut, dass du dich engagierst, weil ohne solche Mütter ging mal gar nix! lg

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    1. ja ich weiss das... aber viele andere nehmen und nehmen und maulen mich dann noch an, ob ich langeweile hätte oder ich dränge mich immer in den vordergund etc... und das finde ich so schade.

      auch wenn Du arbeiten gehst musst du dich verteidigen.
      lg
      michaela

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  2. Michaela, Chapeau! Auch wenn ich selber (noch) keine Kinder habe, ist das ein Thema, das mich auf die eine oder andere Weise immer wieder beschäftigt. Zugegeben: Mein Idealbild von Familie beinhaltet ein 'vollzeit' Elternteil. Aber was für mich richtig ist muss nicht für alle stimmen.
    Ich glaube, dass hinter diesen ganzen Anfeindungen einfach auch ganz viel Angst steckt, selber den falschen Weg gewählt zu haben.
    Wir sollten endlich aufhören mit dem Mist und einander dabei unterstützen, den jeweils richtigen Weg zu gehen, egal wie der jeweils aussehen mag.
    Danke, dass du hier so ein 'schweres' Thema anschneidest!

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    1. Das ist genau das was ich gerne hätte... jede Frau wählt ihren Weg und keine Andere versucht sie zu überzeugen das das der falsche ist...

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  3. Ich denke auch, dass es ein umfassenderes Thema ist, dass man so pauschal nicht sagen kann.
    Bei mir ist es so, dass meine Kleiner z.B. in eine Ganztagesklasse geht (1 Klasse von 4 Klassen aus einem Jahrgang ist eine Ganztagesklasse. Damit ein Kind dort aufgenommen werden kann, muss man nachweisen, dass beide Elternteile berufstätig sind und auf die Ganztagesbetreuung angewiesen sind) und ich dort - vielleicht auch verständlich, da dort alle Eltern berufstätig sind - solche Probleme nicht habe. Warum soll ich mich verteidigen sollen, dafür, dass ich arbeiten gehe. Ob ein, zwei oder drei Kinder - es gibt doch mehr als das, nämlich eine ausgewogene Mutter. Und ganz ehrlich, nur zu Hause sein ist nicht so meines! Mögen die anderen machen, wenn wie wollen. Wie du auch sagst: Sollen sie! Ich für meinen Teil, möchte noch auf eigenen Beinen stehen (können, wenn ich müsste), mich selber nicht verlieren, etwas für mich tun. Und dazu gehört das Arbeiten auch.
    Ich denke, da wird viel Neid mitspielen. Zu sehen, dass jemand arbeitet und dann noch ehrenamtlich mithilft - da würde ich mir auch als Vollzeitmama total blöd bei vorkommen, dass ich meinen Arsch nicht bewege, obwohl andere offensichtlich weniger Zeit dafür haben. Und das empfinde ich echt als Frechheit. Sollen die doch froh sein, dass du das machst. Echt undankbar!!!

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    1. Nur eine glückliche Mama ist eine gute Mama und wenn Mama beim Arbeiten glücklich ist (so wie wir beide) dann sind wir auch gute Mütter!

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  4. Ich finde beide Fornen haben ihre Daseinsberechtigung. Nur sollte die eine Seite nicht über die andere schimpfen. Auf die Frage mit der Langeweile und dem Einbringen, hätte ich geantwortet, dass ich mich gerne für mein Kind einsetze und dass ich gerade weil ich viele Aktionen mitmache mein Leben nicht langweilig ist :-)

    Während meines Mutterdaseins habe ich studiert, gearbeitet, war in der Basarorganisation der Schule, habe ehrenamtlich Pausenverkauf gemacht, war mit auf Klassenfahrten und tausend Dinge mehr. Meine Tochter ist sehr selbstständig und ich habe mein Leben mit diesen Erfahrungen bereichert. Ich würde es immer wieder tun!

    P.S. Ich kenne Eltern, die sich nicht am Basar o.ä. beteiligten.....Wieviel Ausreden ich mir anhören musste. Aber ehrlich gesagt hat das Arbeiten mit den wenigen Aktiven mehr Spaß gemacht, weil man eben genauso tickt!

    Liebe Grüße und lass dich nicht unterkriegen ;-)
    Helga

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    1. wären wir bei FB... müsste ich jetzt den Daumen hoch klicken... Die die mitarbeiten sind die mit denen ich klar komme... die anderen die morgens noch lange vor der Schule schwatzen (dafür habe ich keine Zeit) mit denen komme ich nicht ins GEspräch

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  5. Liebe Michaela,
    es zeigt viel über die Natur unserer Gesellschaft.
    Es ist generell Usus, andere zu bewerten, egal, wie fundiert die Informationen sind, die dem zugrunde liegen. Häufig auch, statt sich vorher mit sich selbst auseinander zu setzen.
    Lagerbildung funktioniert in jedem Kontext, im Muttersein gibt es ganz viele, z.B. "Mutter von gesundem Kind" vs "Mutter von beeinträchtigtem Kind", "Impfbefürworter" vs "kritische Impfer" und so weiter.
    Es sagt immer viel über den / die aus, der urteilt und sehr wenig über das Gegenüber.
    Hätten wir alle eine Portion Respekt und Freundlichkeit für die Menschen um uns herum übrig, müßtest Du einen solchen Beitrag nicht verfassen.
    Sei herzlich gegrüßt von Nina

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  6. Abe warum müssen Frauen immer konkurieren?? Ich denke mir immer... so lang sie so glücklich ist!... nur ich will so nicht leben!

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  7. ach ja...das kenne ich zu genüge...bravo...dein Spruch sagt alles aus...""nur ein glückliche Mama ist eine gute Mama"...und dann hat das Kind auch mehr davon...die unsichtbare Nabelschnur ist nämlich immer da...die spüren alles, die Kleinen...oder? Danke für deine Worte und Gedanken...mehr Respekt und Liebe füreinander und bitte weniger Frauen, die meinen sie müssten in Ihrem Leben in allem perfekt sein...gute Mutter, super Karrierefrau, wunderbare Geliebte, aufopfernde Ehefrau, beste Freundin, etc...wir alle sind nur Menschen...aber alle mit einem Herz...also auf das Wesentliche konzentieren...nämlich..."das wir und unsere Kinder glücklich sind"...alles andere kommt von alleine und niemand muss das "perfekte Leben" leben...wirklich nicht...;)...liebste Grüsse und ein wunderbar gemütlichen ersten Advent...i...

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